...warum? <'3 warum tust du das? ich hab dir nix getan...;_;

unsre FF*

~Keep holdin' on~

...

<333

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Tom’s Sicht:

[nach lang ersehnten warten..mein teil x]] ich hoffe du magst ihn.]

Was jedoch nicht hieß, dass ich auch gleich einschlafen würde, denn das tat ich nicht. Ich konnte es einfach nicht lassen an Bill zu denken. Wie konnte er es sich auch einfach erlauben mir den Kopf zu verdrehen? Was bildete der sich eigentlich ein der Junge? Ich war so sauer, dass ich einfach mal meinen Kopf freikriegen musste. Ich schaute schnell auf die Uhr. Inzwischen waren schon 3h vergangen, und es war 23:00Uhr. Da ich mir sehr sicher war, das meine Mum und Gordon schon schliefen, tapste ich leise aus meinem Bett zu meinem Kleiderschrank. Ich zog mir –logischerweise- ne XXL-Jeans an, ein XXL-Shirt, ne Cap, Schuhe, und fertig war ich. Dann nich schnell das Handy in die Tasche, Kippen, und leise schlich ich mich runter, wo mich schon ein fröhlicher Scotty erwartet. Natürlich war mir klar, was er wollte, also schnappte ich mir leise dir Leine, machte ihn fest, öffnete mucks Mäuschen still die Haustür und verschwand schnell. Kaum war ich aus der Tür mit Scotty raus, knallte ich mir die Hand gegen die Stirn. Ich bin ja auch zu dumm. Ich habe meine Schlüssel vergessen. Natürlich wären klingeln auch ne dumme Idee, da meine Mum mich umbringen würde, weil ich um 23:00Uhr ja eigentlich nicht mehr raus sollte. Naja ist ja eigentlich eh scheiße egal. Also ging ich mit Scotty durch die verlassenen Straßen Loitsches. Irgendwann kam ich an einen Park. Ich ging durch, außer rascheln von Blätter und sausen des Windes war es hier still. Bis plötzlich mein Handy anfing zu piepsen, schnell zog ich es aus meiner Hosentasche- MAMA! Scheiße! „Nein Mum..ich penn bei nem Kumpel..Tschüss“, redete ich mich bei meiner Mum raus, bis sie endlich nachgab, und auflegte. Als ich so den Weg des Park’s entlang ging, entdeckte ich vom weiten eine einsame Bank. Ich sachte zumindest sie wäre einsam, bis ich ihr immer näher kam, und eine Gestalt auf der Bank entdecken konnte. Doch ob Mann oder Frau, wusste ich nicht, ich konnte diese Gestalt einfach nicht deuten. Als ich plötzlich vor ihr stand, wusste ich wer es war. Männlich. Es war Bill. Perplex schaute ich ihn an. Ein leises ‚Tom’ entwich seinen Lippen. Ich nickte. Eine Zeit lang, sahsen wir uns stumm gegenüber, nachdem ich mich neben ihn gesetzt hatte. Ich konnte seinem Blick jedoch nicht als zu lange standhalten, ich wusste nicht warum, irgendwas war da zwischen uns, eine Verbinug, oder irgendetwas, was ich zurzeit noch nicht deuten konnte, also senkte ich meinen Blick und befestigte ihn an meinen Schuhen.

21.8.07 00:46


~Bill's Sicht~

Das Auto von Toms Mutter fährt wieder. Ich mache noch einige Schritte auf mein Haus zu.
Im Küchenfenster entdecke ich meine Mutter, wie sie sich fröhlig mit jrmandem durch das Telefon unterhält. Das Lächeln auf ihren Lippen strahlt mir entgegen. Es ist ein so schöner Anblick...
Ich bleibe stehen und merke, wie mir Tränen in die Augen schießen. Ich kann doch da nicht jetzt rein und dieses Lächeln einfach wieder zerstören... das kann ich ihr doch nicht antun! Sie ist eh schon immer so besorgt um mich... so traurig, weil es mir nicht  gut geht... ich kann es nicht.
Ich fasse also einen Entschluss und drehe mich wieder um. Schnellen Schritten entferne ich mich wieder von meinem kleinen Haus. Ein paar Straßen weiter ist ein Park. Ohne wirklich darüber nach zudenken steuere ich die Grünanlage an.

Meine Schmerzen sind wie betäubt... ich merke sie gar nicht mehr... die Tränen jedoch rinnen weiterhin über mein Gesicht und hinterlassen schwarze Spuren, die Narben gleich.
Schwarze Spuren im Gesicht... tiefe Narben auf der Seele.

Erst jetzt fällt mir mein ganzer Seelischer Schmerz wieder ein. Alle Demütigungen... alles einfach. Es ist unglaublich... unglaublich grausam. Geknickt lasse ich meinen Körper auf eine Parkbank nieder, ziehe meine Knie an meinen Körper, umschlinge diese mit meinen dünnen Armen und lege meinen Kopf, der sich so schwer anfühlt auf ihnen ab.

Die Zeit vergeht... der Mond am Himmel tröstet meine kalte Seele, schenkt mir etwas Wärme. Immer wieder muss ich an Tom denken, wie lieb er zu mir war... er war wie ein anderer Mensch. Es war außerdem das Erste mal seit so langer Zeit, dass jemand Mitleid mit mir hatte, bis auf meine Familie... sonst wurde ich immer abwertend von Oben nach Unten abgeschaut... doch diesmal... war es so... schön. Ich fühlte mich so geborgen bei Tom. Es war... Glück!  Es war wirklich einfach das Glück... das Glück als Person, Tom Kaulitz.

Ich weiß nicht, wie lange ich auf dieser Parkbank saß, ich weiß auch nicht mehr, wann mir die Augen zugefallen sind und meine Tränen getrocknet sind, ich weiß aber dafür genau, wie ich wieder wach wurde... es war ein Piepen. Das Piepen eines Telefons...

Ich schlage meine Augen auf, und schaue verwirrt um mich. Ein paar Meter weiter sehe ich dann den Übeltäter. Ein Typ mit einem Hund und deren Handy, welches wohl das Piepen von dich gab. Ich dachte mir nichts weiter dabei, wecheslte meine Sitzposition, bis ich die Stimme hörte, die das Telefongespräch abnahm... Toms Stimme. Verfolgt dieser Typ mich?

"Nein Mum... ich penn bei nem Kumpel... Tschüss."

Und aufgelegt. Tom klappt sein Telefon wieder zu, lässt es in seiner tiefen Hosentasche verschwinden und macht Anstalten zu gehen. Panik kriecht in mir hoch und ohne weiter drüber nach zudenken, rufe ich nach ihm. Ganz leicht und ganz schwach, dringen die 2 Buchstaben über meine trockenen Lippen... "Tom?" 

17.8.07 23:59


Tom’s Sicht:

In meinem Zimmer, zeige ich Bill mein Bett und sage ihm, dass er sich darauf legen kann, was er nach kurzem überreden auch macht. Er tat mir wirklich leid, wie konnten Menschen nur so grausam sein? Bill legt sich aufs Bett, deckt sich zu und schließt sogleich auch schon seine Augen. Leise verlasse ich das Zimmer. Ich versuche leise ins Badezimmer zu tapsen, was mir jedoch nich gelinkt, denn gleich nach dem ersten Taps, höre ich meine Mutter leise von unten rufen. „Jo!“, rufe ich ihr entgegen und mache mich lässig und cool auf den Weg nach unten. Was soll ich ihr den jetzt sagen?, denke ich mir als ich die Treppen runter gehe.“    „Ich glaube, da gibt’s noch was was du mir erklären möchtest?“, fragt sie mich auch gleich wie erwartet. „Was meinst?“, versuche ich so unwissend wie möglich zutun, „Bill?“ „Achso, den meinst du! Ich hab doch gesagt, wir haben halt zu viel getrunken, er hat sich gestoßen und ja, das war’s auch schon!“ „Tom, ich bitte dich, du konntest noch nie Lügen, also Versuchs doch nicht immer wieder!“ „Aber es-“ „Tom, ich möchte das du aufhörst mit solchen Lügen! Ich meine die Schnitte an Bills Hals, die ewigen Blauen Flecke, die roten Druckstellen, kommt das alles von einem Sturz?“, fragt meine Mutter, und sieht mich eindringlich an. „Mum, ich kann’s dir nicht sagen!“, sage ich traurig, blicke kurz zu Boden, und verschwinde schnell nach oben in mein Zimmer. Dort setze ich mich leise neben Bill aufs Bett, und schluchze leise. „Junge, bist du bescheuert? Du heulst doch jetzt nicht wegen dem da? Reiß dich zusammen!“, redet mir meine innere böse Stimme ein. „Fresse!“, entgegen ich dieser nur und schluchze weiter. „Hey!“, höre ich eine leise, zerbrechliche Stimme hinter mir. Schnell drehe ich mich, und wische mir einmal durchs Gesicht. „Mensch Bill, leg dich wieder hin! Du musst dich ausruhen. Soll ich deine Mum anrufen?“, frage ich schnell, um ihm auszuweichen. „Ne, danke! Ich wollt eh grad abhauen.“, sagt er genickt, weil ich ihm wohl ausgewichen bin. „Ne, warte! Meine Mum fährt dich.“, sage ich schnell und renne in Flur. „Mum, du musst Bill mal nach Hause bringen!“, rufe ich und gehe wieder ins Zimmer. Bill sitzt schon startklar auf dem Bett. „Komm!“, sagte ich traurig und will ihn stützen. Doch er drückt mich weg. „Ich schaff das schon allein.“ Ich nicke und gehe vor. Er geht mir langsam hinterher. Unten angekommen, steht die Haustür offen, und meine Mum wartet bereits im Auto. Ich schlüpfe schnell in meine Schuhe, und gehe mit Bill ins Auto. Ich vorne er hinten. „Vorne um die Ecke rechts und dann die 2Straße links, das weiße Haus.“, sagt Bill gleich mit seiner wunderschönen Zerbrechlichkeit. Meine Mum nickt und fährt los. Die ganze Autofahrt über stille. Nichts als totenstille. Bei seinem Haus angekommen, verlässt er das Auto mit einem kurzen ‚Danke’ und geht weg. Meine Mum und ich fahren wieder zurück nach Hause, ohne das irgendwer ein Wort sagt. Ich glaub einfach, dass sie sauer war, und denkt das ich denke, das ich ihr nicht Vertrauen kann, aber so war es eben nicht. Mit einem „Es tut mir leid“, unterbrach ich die stille, als wir zu hause ankamen.Sie nickte jedoch nur abweisend. „Man, klar ich kann dir Vertrauen und so, aber Bill will es einfach nicht!“ Wieder nur ein nicken. „Kannst mich mal!“, nuschelte ich leise vor mich hin und verschwand nach oben. Der Rest des Tages, welcher inzwischen eh nur noch 4h hatte, verlief im Schlaf, denn oben verschwand ich im Bad. Putze mir die Zähne, wusch mich, duschte mich, zig mich bis auf Boxer um, und ließ mich tot müde ins Bett fallen.

 

 

9.8.07 13:13


~Bill's Sicht~

Hier lieg ich jetzt auf dem Boden… mein Körper, überseht von blauen Flecken, Schnitt- und Brandwunden… alle meine Knochen tun mir weh, mein Kopf fühlt sich so ungeheuer schwer an, mein Unterleib schmerzt und am meisten tut es tief in mir Drinnen weh… in meinem Herzen.

Wie können Menschen nur so grausam sein? Wie können sie andere Menschen nur so quälen? Merken sie denn nicht, dass die anderen daran kaputt gehen? Zerbrechen? Innerlich sterben? …nicht mehr leben wollen?

Meine Augenlider fallen mir zu. Ich hoffe so, dass ich einschlafe und einfach nicht mehr wach werde… alle Schmerzen vergesse… sie nie, nie wieder spüren muss.

Nie wieder.

Doch ich kann mir denken, dass es noch lange nicht alles war. Noch lange nicht. Wahrscheinlich erst der Anfang. Ich meine… wer bitte soll mich hier irgendwo finden? Ich weiß nicht einmal wo ich bin, so dass ich jemanden um Hilfe rufen könnte. Meine arme Mutter… sie wird sterben vor Sorgen. Aber ich komm hier nicht raus… nicht alleine… dafür bin ich einfach… zu schwach. Vielleicht auch zu willenlos?

Ich kann einfach nicht mehr!!

 

Das schwache Licht, welches durch das Fenster scheint wiegt mich hin und her… weg, ins Land der Träume, doch ich hab nicht die Zeit dort an zukommen, da wird die Tür aufgerissen.

Die lauten Geräusche… es tut schon weh! Ich kneife meine Augen noch mehr zusammen, mache mich so klein, wie es mein Körper mir erlaubt und ungewollt fange ich an zu zittern… vor Angst.

Wenn ich noch einmal diese Schmerzen durchstehen muss, sterbe ich.

Doch, anstatt wieder lautes Gebrüll, harter Schläge, widerlicher Streicheleinheiten, scharfer Messerspitzen oder anderer Anzeichen für Schmerzen, merke ich plötzlich nur eine warme Hand, die meinen Rücken rauf und runter streicht.

Mein Körper entspannt sich ein wenig.

Selbst, wenn ich nicht weiß, wer das ist, selbst, wenn ich die Person nicht sehe… ich weiß, dass mir nichts passiert. Ich fühle es einfach.

 

„Gott…“, höre ich plötzlich ein Flüstern. Sein Flüstern! Das Flüstern! Seine Stimme… Toms Stimme.

Ich weiß nicht warum, doch ich hatte die ganze Zeit über die Vermutung, er ist es, der gekommen war.

Meine Hände krallen sich fester um meinen nackten Oberkörper.

„Bill? Ich… ehm… kannst du mich hören?“

Toms zarte, besorgte Stimme umhüllt mich wie ein warmes Seidentuch. Lässt mich auf einer Wolke schweben und hin und her wiegen. Lässt den Schmerz verblassen…

Ich nicke vorsichtig.

„Oh… gut. Ehm, also ich tu dir nichts! Keine Sorge… Bist… bist du okay?“

Ob ich okay bin? Schau mich an, dann siehst du es! Dann siehst du, dass ich alles andere als okay bin. Dann siehst du, dass ich am Ende bin. Dass ich nicht mehr kann…

Dann siehst du, dass ich Geschlagen, Verletzt, Geschnitten, beinahe Verprügelt… und Vergewaltigt wurde. Und das alles von deinen ach so tollen Freunden: Justin!

Auf Toms Frage schüttele ich den Kopf.

„’Tschuldigung… natürlich bist du nicht okay. Ehm… kannst du aufstehen? Es versuchen?“

Ich atme einmal tief durch.

…kann ich aufstehen? Hab ich noch genug Kraft dafür? Nein… ich kann es nicht… nichts mehr…

„…es geht nicht. Ich kann nicht…“, hauche ich, doch zum Schluss versagt meine Stimme vollkommen.

Ich öffne meine Augen ein wenig und blicke sofort in die von Tom.

Besorgt schaut er mich an und nickt.

„Okay… dann… ruf ich meine Mum an… bleib einfach liegen… ich, ehm… ich komm gleich… keine… keine Sorge.“

Ich weiß nicht warum, doch ich kaufe es ihm ab. Jedes Wort… jeden Blick… jede Bewegung.

Ich vertraue ihm Blind.

Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach zu nichts mehr fähig bin und nicht einmal die Kraft hätte ihm zu widersprechen… oder aber, weil… ich weiß nicht warum.

 

Tom verlässt den übel hergerichteten Raum und schwach höre ich seine besorgte und aufgeregte Stimme, wie sie sich mit jemandem leise und hektisch unterhält.

Wenige Minuten später ist es wieder still und Tom kommt zurück.

Er lässt sich neben mich auf den Boden in die Hocke sinken und weiß sich nich zu helfen. Legt einfach seine warme Hand auf meinen kalten Rücken und streicht damit wieder vorsichtig hoch und runter.

Ich schließe die Augen und wimmere vor Schmerzen.

„Das tut mir alles so leid, Bill…“, wispert Tom nach einer Weile.

Stille. Ich bin plötzlich so… so Energiegeladen, wenn auch nur für wenige Sekunden.

Es war ein unglaublicher Adrenalinstoß. Diese Worte… es tut ihm leid. Es tut ihm also wirklich ganz aufrichtig Leid. Er wollte es also nicht. …es tut ihm einfach leid. Ich tu ihm leid. Er ist auf meiner Seite. Ganz allein, auf meiner.

Ich öffne meine Augen wieder und sehe Tom schwach an. Ich weiß nicht was ich machen soll, ob ich weinen –oder lachen soll. Es ist verwirrend.

Schließlich lächle ich doch. Leicht… ganz leicht und sanft.

Tom erwidert dieses Lächeln augenblicklich. Wärme flutet jede Zelle meines Körpers und doch zittere ich noch immer, mehr sogar.

Tom bemerkt dies und sein Blick wandelt sich in sekundenschnelle in einen ungeheuer besorgten, doch anstatt etwas zu sagen, zieht er sich seine große Sweatjacke aus und hält sie mir hin.

„Da, nimm.“

Ich schaue verwirrt zwischen ihm und der Jacke her. Bin nicht wirklich in der Lage um etwas zu tun. Bin einfach zu schwach und noch immer zu geschockt. Von allem… allem, was passiert ist und gerade passiert.

Tom, der nun wieder etwas Mut gefasst zu haben scheint, legt mir die Jacke schließlich einfach über die Schultern.

Ich schaue ihn Dankbar an, und ziehe sie mir ganz an, indem ich meine dünnen Arme in die riesen Ärmel schlängele, den Reißverschluss bis obenhin zu ziehe und meine Arme gleich wieder um meinen frierenden und zitternden Körper schlinge.

„Danke…“, hauche ich.

Tom lächelt mich an und scheint etwas zu überlegen.

 

„Meine Mum kommt gleich… ich hab ihr gesagt, dass ich… naja, weißt du… ach egal… also wir müssen aus dieser Hütte hier raus. Ich helfe dir, okay? Es wird nicht leicht, aber du musst es wenigstens versuchen!! Okay? Hörst du, Bill?“

Ich nicke leicht.

„Gut… ich denke sie ist so in 5 bis 10 Minuten hier. Wollen… wollen wir schon mal raus?“

Ich nicke erneut stumm.

Viel zu sehr bin ich damit beschäftigt, diese immer schlimmer  werdenden Schmerzen zu ignorieren und mit der Frage, was er seiner Mutter denn erzählen will, oder vielleicht sogar schon hat, dass ich so hergerichtet bin.

Tom steht auf und schaut mich fordernd an.

Ich verstehe, was er will und atme einmal tief durch.

Mein fester Griff meiner Arme um meinen Oberkörper lockert sich und ich lasse meine Arme schlaff neben meinem Körper hängen, bevor ich sie auf den Boden stützte und so versuche aufzustehen.

Doch, es geht nicht. Mein Körper scheint wie aus Gummi und Eisen gleichzeitig.

Ein Schmerz, der nicht zu beschreiben ist zieht sich durch mich hindurch. Ich hab das Gefühl, gleich Ohnmächtig von diesen Schmerzen zu werden und klappe einfach wieder zusammen.

Verliere jegliche Selbstkontrolle und fange an zu weinen. Bitterlich an zu weinen.

Die Tränen rinnen über mein Gesicht.

Tom fällt neben mich auf die Knie und nimmt mich einfach in den Arm, etwas schüchtern, doch er tut es, und umschließt mich mit seinen festen, beschützerischen Armen.

Ich umschlinge seinen Oberkörper, vergrabe mein Gesicht in seiner Schulter und weine weiter.

Lautes Schluchzen, unregelmäßiges Schulternzucken, Tausende von Tränen…

„Pscht… hey, Bill. Wein nicht… pscht…Halt durch!“

Nie hätte ich gedacht, dass sich mal so eine Situation ergibt. Niemals.

Ich hatte ja noch nicht einmal in meinen schlimmsten Träumen daran gedacht, vergewaltigt zu werden… und dann auch noch so weinend in Toms Armen zu liegen.

Hätte mir vor einer Woche jemand gesagt ‚hör mal, in paar Tagen is das alles so und so’, hätte ich ihn nur eiskalt ausgelacht und für verrückt abgestempelt. Und jetzt… jetzt ist es nun mal so, wie es ist.

 

Tom wiegt mich in seinen Armen hin und her. Wie eine Mutter sein kleines Kind hin und her wiegt, wenn es sich das Knie aufgeratscht hat. Doch diesmal war es nur um einiges schlimmer…

Das sanfte Schaukeln in seinen Armen beruhigt mich immer mehr, so dann mir nur noch stumm die Tränen über die Wangen laufen und die in Toms ohnehin jetzt schon nasser Schulter versickern.

Als wir von Draußen Motorgeräusche hören, zwinge ich mich langsam dazu, endlich auf zuhören.

Ich wische mir mit meiner vom Boden und von meinem Blut dreckigen Hand durch mein Gesicht und schniefe noch einmal laut auf.

„Tom? Was willst du deiner Mama sagen, was mit mir passiert ist?“

Mein Flüstern… so rau, kalt und erschreckend…

Tom schaut mich überrascht an.

„Oh… darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. Ist es okay, wenn ich ihr die Wahr-“

Ich unterbreche ihm mit einem Kopfschütteln, welches ich den Kopfschmerzen wegen sofort einstelle und ein ‚auf keinen Fall!’ dranhänge.

Tom nickt.

„Okay. Ehm… ich… ich lass mir was einfallen. Lass… lass mich… einfach machen.“

Diesmal bin ich es, der nur nickt.

Tom hilft mir diesmal auf zustehen und stützt mich.

Langsam gehen wir zusammen aus dieser widerlichen Hütte, welche ich einfach nie wieder in meinem ganzen Leben sehen will.

Nie, nie wieder!

Mit jedem Schritt, mit jeder doch so kleinen Bewegung schmerzt mein Unterleib mehr. In meinem Kopf dreht sich alles. Mein Atem ist so flach, dass ich wirklich nahe einer Ohnmacht bin und als wir schließlich am Auto ankommen, lasse ich mich erschöpft auf den Sitz fallen und schalte vollkommen ab… bekomme nichts, wirklich nichts mehr mit.

Bin einfach nur ich und versuche zu vergessen… alles.

 

„Bill… wach auf, wir sind da. Komm schon… Bill?“

Ein leichtes Rütteln an meiner Schulter lässt mich zusammen zucken. Ich schlage meine Augen auf und erkenne erst nach wenigen Sekunden, wo ich bin.

Da fällt mir auch alles wieder ein, sowie meine Schmerzen.

Ich stöhne leicht auf, als ich meine Beine aus dem Auto hieve und zum Aufstehen bereit bin.

„Gib mir deine Hand, Bill. Mach schon…“

Ich lege meine Hand in Toms. Er umschließt sie fest und hilft mir so, aus dem Auto auf zustehen.

„Tom? Bist du sicher, dass wirklich alles okay ist?“

Die Mutter von Tom scheint besorgt, doch Tom scheint sich wirklich etwas ausgedacht haben.

„Ist okay, Mum. Er ist nur besoffen… das kennst du doch von mir! Also kein Ding… ich mach das schon. Danke nochmal fürs Fahren.“

Auf Toms Antwort wünsche ich mir wirklich nichts lieber, als dass es die Wahrheit wäre. Dass ich doch nur besoffen wäre, und alle meine Erinnerungen teil eines schlechten Films wären… doch immer wieder durch diesen Schmerz wird mir bewusst, dass es die grausame Realität ist.

Warum ich?, frag ich mich da nur, doch da hilft Tom mir auch schon ins Haus zu gelangen.

Ich bin ihm so Dankbar… einfach für alles, was er tut, getan hat und tun wird. Ich bin ihm so unendlich Dankbar, doch ich kann es einfach nicht sagen, in Worte fassen, ausdrücken… außerdem hab ich die Kraft dafür nicht… bin zu schwach.

 

Begleitet von Tom und leider auch den Schmerzen gelange ich in ein großes, Zimmer. Es ist chaotisch, aber aufgeräumt. Chaotisch aufgeräumt. Ähnlich wie bei mir. Doch ich hab keine Lust darüber nach zudenken, wessen das Zimmer nun ist, wessen nicht…

Tom führt mich zu einem großen Bett und deutet mir mich hin zusetzten.

Ich gehorche sofort, lasse meinen Körper auf die Matratze fallen und schlinge meine Arme um meinen Bauch.

Mein Bauch, Unterleib… es tut weh. Das gehen, die Bewegungen haben es unerträglich gemacht.

Tom zieht die Vorhänge vor dem Fenster zu, macht eine kleine Lampe an und kommt wieder zu mir.

„Wie  geht’s dir?“

„Nich’ gut…“

Ich schließe die Augen und atme tief durch. In meinen Kopf fangen die Sachen an, sich zu drehen.

„Hast du dolle Schmerzen?“

Ich nicke.

„Mein Bauch und… Unterleib tut scheiße weh…“

„Leg dich hin, Bill. Das ist okay so. Leg dich hin und schlaf…“

„Aber ich kann doch nicht-“

„Mach einfach! Das geht schon!!“

Ohne mich weiter überreden zulassen, lasse ich mich auf die Seite fallen, stülpe mir die Schuhe irgendwie von den Füßen und lege mich hin.

Ganz flach… mein Atem wird immer flacher. Meine Gedanken langsamer, meine Kopfschmerzen verblassen der Wahrnehmung immer mehr, langsam, langsam fallen meine Augen zu und ich schlafe schließlich seelenruhig wieder ein.

 

[der Teil war jetzt aber mal n Langer?! o.O  xD]

9.8.07 00:35


Tom’s Sicht.

Ich ziehe schnell meine Schuhe aus, und husche nach oben. Da meine Mum eh nicht da ist, wird sie’s ja auch nicht merken, wenn ich nichts esse, denn eigentlich besteht sie darauf.

Ich werfe meine Tasche neben mein Bett, und schmeiße mich sogleich auch schon darauf. Ich starre die weiße Decke an. Völlig Gedanken verloren, klingelt nach kurzer Zeit mein Handy. „Jo?...Ehm…Ne…Ich…Mir geht’s nicht so gut…Jo, hau rein!“ Justin! Ouh mein Gott! Pff, der Arsch wollte fragen, ob ich mit zu Bill komme, der glaubt ja wohl nicht wirklich, dass ich nach dem Vorfall heute, wo ich Bill küssen musste,-was eigentlich gar nicht so schlimm war- sofort wieder zu Bill gehe, geschweige den, mit ihm+ Anhängsel dahin gehe. Dann kommt noch irgendwie so was wie küss Bill noch mal, steck ihm die Zunge in Hals oder so. Pff. Bestimmt eJ. Ich hab nämlich kein Bock mehr immer nach seiner scheiß Gießkannen Nase (Rana xD) zu tanzen. Woah. Wie das ankotzt.

Es schlich sich bei mir ein schlechtes Gewissen ein. Hätte ich vielleicht doch mit den andern zu Bill gehen sollen? Nichts das ihm noch irgendwas passiert? Ouh man, ich bin ja auch so dumm, warum bin ich nicht gleich darauf gekommen, ich schlug mir die Hand gegen die Stirn. Schnell zückte ich mein Handy, und wählte Justin’s Nummer.

„Jo?“ „Tom hier!“ „Ach, doch um entschieden?“, fragte er mich mit nem’ dreckigen lachen. „Mhm“ „Gut, ich hol dich an der Tankstelle ab?“ „Magdeburg?“ „Jo, in einer halben Stunde!“ Ich legte auf. Dann zog ich mir schnell ne Jacke drüber, schlüpfte in meine Schuhe und verließ das Haus. Mit dem nächst schnellstem Bus, fuhr ich Richtung Magdeburg. An der dort, einzigen Tankstelle, wartete ich nun schon 10Minuten, und nirgends war Justin zu sehen. Nach weiteren 5Minuten, tippte mir jemand auf die Schulter, ich drehte mich um, und da stand, -wie erwartet- Justin, jedoch ohne Anhängsel.

22.7.07 00:04


~Bill's Sicht~

Ich bestelle mir eine neue Cola.

Der Kellner, Rici, mittlerweile kennen wir uns schon ziemlich gut, nickt nur und geht hinter die Bar.

Ich trinke den letzten Rest meiner alten Cola und schalte bei meinem iPod ein Lied weiter. Wie spät es wohl schon ist? Müsste mittlerweile ungefähr nach Schulschluss sein... immerhin sind schon hier und da ein paar von meiner Schule vorbei gegangen.

Ich zücke mein handy aus meiner Schultasche und erschrecke fast, als die die Uhrzeit sehe. Kurz nach 5.  Wie schnell die Zeit doch vergeht... vor allem, wenn man mit seinen beschissenen Gedanken die ganze Zeit eine und die gleiche Person umkreist.

Tom.
Tom.
Tom.
Tom.
Tom.
Tom.

Und das ohne Ende. Ganze Zeit... Teufelskreis! Ich weiß nicht einmal wieso!! Er ist scheiße! Er ist scheiße! Er ist scheiße! Er verarscht mich nach Strich und Faden... will mich blamieren... ist mit Justin unter einer Decke... würde alles tun, damit es mir dreckig geht...
Tom. Tom. Tom. Tom. Und er küsst mich! Mich alleine. Mich. Bill. Tom küsst Bill. Junge küsst Junge. Bill findets toll... Junge findets Toll, wenn Junge Junge küsst. Bill mag Tom. Bill steht auf Tom.
STOP! Meine Gedanken laufen Amok. Was-soll-das?  Oh mein Gott... ich muss hier raus! Ich bin schon völlig benebelt vom ganzen Zigarettenrauch. Das macht einen ja krank, dieses passivrauchen! Und das nur, weil ich meine Kippen vergessen habe.

Ich greife nach meiner Tasche, hänge sie mir um und gehe zur Theke.

"Rici? Ich.. ehm geh jetzt... wie viel muss ich bezahlen?" "Du gehst schon?" "Schon ist gut..." Rici grinst, ehe er auf die Rechung sieht. "10,99." Ich bezahle und verziehe mich schließlich aus dem Cafe.

Gedankenversunken -mal wieder, gehe ich zur Bushaltestelle und lasse mich dort auf einen Plastikstuhl nieder. Meine Ohren sind mit Kopfhörern verstopft udn ich somit von der Welt abgeschnitten. Ich werfe meinen Kopf in den Nacken und schließe die Augen. Sanfta Töne von PLACEBO rauschen durch mein Trommelfell und isolieren mich total. Auch die Tatsache, dass mir plötzlich jemand Gesellschaft leistet, bekomm ich nicht mehr mit. Erst, als ich die Lippen von jemandem an meinem Hals merke, reiße ich meine Augen auf und wirbele herum. Neben mir, ein Anhängsel von Justin. Angewidert rutsche ich einen Sitz weiter. Eher gesagt, hab ich das vor, doch auch dort sitzt schon jemand. Anhängsel Nummer Zwei. Ich greife nach meine Tasche, welche unter meinen Füßen stand, doch, wie nicht anders erwartet, ist sie weg. Scheiße!

"Bellaa.... na wo warstu denn heute so schnell nach Toms kleinen Kuss hin? Keine Lust mehr auf Schule gehabt? Oh... wir hatten noch sowas schönes mit dir vor! Aber was für ein Glück, dass wir dich jetzt hier treffen."
Justin! Scheiße³. Das kann nicht gut enden für mich...

"Was willst du?". Meine Stimme klingt sicher, selbstbewusst... kein Stück ängstlich... und dabei fühl ich mich doch so klein... so schutzlos... so ausgeliefert. "Dich.!" "mich? Du spinnst Justin... gib mir meine tasche... ich will nach Hause.. da ist mein Bus." "Denkst du echt, das würde mich interessieren? Eben... tut es nicht! Aber okay... steigen wir ein. Aber ich bestimme, WO du wieder aussteigt, und wenn du nicht gehorchst, dann war das dein letzter Tag, klar?" Ich werde vom Stuhl hochgezogen und in den Bus geschubst. Später wieder rausgeschubst, mir werden die Augen verbunden und irgendwann, nachdem ich wieder sehen kann, befinde ich mich in weiß ich wo... aber einem Badezimmer -gefässelt auf einem Stuhl.

Justin grinst mich diabloisch an. Er zückt ein Messer. Ich schlucke und verfolge jede seiner Bewegungen. Er kommt auf mich zu und hockt sich hin. Beginnt mein t-Shirt mit dem Messer zu zerschneiden... streift meinen Nackten Oberkörper mit der Klinge und sagt die ganze Zeit über kein Wort. 

 

 

21.7.07 18:03


Tom's Sicht:

Ich sehe wie Bill kurz seinen Blick vom Lehrer abwendet, und auf den Zettel guckt, ihn jedoch gleich wieder zu mir rüber schiebt. Mensch Junge, jetzt ließ doch erstmal was da steht, denke ich mir, doch werde durch das klingeln der Schulglocke aus meinen Gedanken gerissen. Ich packe schnell meine Sachen zusammen, als ich sehe, wie Bill nach vorne zum Lehrertisch geht, irgendwas mit dem Lehrer redet, und sofort aus der Klasse verschwindet.

Schnell renne ich ihm hinterher. Im Gang schaue ich nach links und rechts, und sehe ihn rechts, Richtung Ausgang gehen. "Bill, warte!", rufe ich und renne schnell zu ihm. Ich packe meine Hand auf seine Schulter, und warte darauf das er sich umdreht, er bleibt jedoch nur stehen, und rührt sich nicht weiter. Nach einer kurzen Zeit stille, dreht er sich zu mir. "Bill... ich ehm... also... eh...", storre ich vor mich hin, als ich in seine wunderschönen braunen Augen blicke. Fragend blickt er mich an. EIgentliche habe ich ja vor mich zu entschuldigen, doch ich bin wie verzaubert, durch seine perfektheit, sein Gesicht, seine Augen, durch ihn einfach. Mit der Hand in der Hosentasche, entdecke ich plötzlich ein Bleistift dortdrinne. "Also... du hast... deinen Bleistift vergessen!", sage ich und hole den Bleistift aus meiner Tasche, und halte ihm diesen unter die Nase.

'Bitte lieber Gott, lass ihn nicht merken, dass das gar nicht sein Belistift ist! Bitte Bitte!", betete ich in diesem moment. Da es ja eigentlich gar nicht sein Stift war.

Ohne auch nur ein danke, oder nicken, reißt er mir den Stift aus der Hand, dreht sich um und verschwindet.'Scheiße eJ!", fluche ich vor mich hin, und schaue Bill hinterher. 'Tom, du bist soo peinlich, du bist so ein Arsch! Gott, dass war ja grad mehr als peinlich.', redet mir meine innerer Stimme ein. Und dann plötzlich wieder dieses schlechte Gewissen in mir. Warum fiel mir es den nur so schwer 4Worte zu sagen.-'Es tut mir leid'.

'Aber Tom, war sich wohl mal wieder zu schade.', redet diese innere Stimme wieder. 'Nein man!', schreie ich innerlich dagegen an.

Wieder klingelt die Schulglocke. Ich machte mich auf zur 3.Stunde. Der weiter Schulttag, verlief wie immer langweilig, undauffällig, und komischer weiße war ich den ganzen Tag auch total abwesen, wobei es manchmal schon eins von den Lehrern auf die Mütze gab.

Nach dem ich mich am Ende der Schule von Justin+Anhängsel verabschiedet hatte, setzt ich mich in meinem Bus Richtung Loitsche. Als ich nach einer halben Stunde, schon vor meinem Haus stand, suchte ich meinen Schlüssel aus meiner Hosentahsche, und betrat mein Haus.

 

21.7.07 16:32


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